Zurück zum LiteratenOhr
| Claire, Cleo und ich | ||||||||||||||
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Interaktiv erschließt sich der Text im Netz: START
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| John - Lord of Ghosts | ||||||||||||||
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Eichenbalken ächzen unter flacher Steine Last Besucher tragen Mäntel aus Kälte Schaufeln schweben über leeren Gräbern Geister fangen sich im Spiegellabyrinth Leere Hüllen fetter Ratten atmen Zeitgeschichte Lautstark der Schlangenstab die Tür durchdringt Kaminfeuer lodern vor geheimen Tunneln Im Zeitfenster erscheint der Geist Gerüche aus Jahrhunderten fluten Raum um Raum Schwarze Schatten folgen ungefragt Rambo lebt zufrieden - Nostradamus of Wotton | ||||||||||||||
| Atemkreis der Dinge | ||||||||||||||
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Der Kreis schöpft den Atem der Dinge Der Schöpfer verliert den Atem im Kreis der Dinge Dinge atmen kreisend umher Im Kreis der Dinge den Atem schöpfen Beginnen die Dinge zu kreisen, atmen sie Der Beginn der Dinge bringt die Kreise zum Atmen Das Kreisen des Beginns hindert die Dinge zu atmen Kreise atmen, Gedanken werden zu Dingen Der Atem erstirbt im Kreisen der Gedanken | ||||||||||||||
| Nine o'clock at Paddington | ||||||||||||||
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E muß wieder überredet werden das Depot zu verlassen. Eigentlich hatte er sich auf ein gemütliches Wochenende Seite an Seite mit Eurostar gefreut. Aber es kam anders, wie schon letztes Mal. Unwillig, aber ausgeruht läßt er sich einspannen zwischen D und F at Paddington. Aus der Ferne hört er rufen: ' D.D., schau doch mal nach den Zug'. Er fühlt den Blick auf sich gerichtet und versucht sich wenigstens ein klein wenig in die Höhe zu recken um etwas schlanker zu erscheinen. F weist ihn zurecht, weil er selbst dadurch pummelig in die Länge gezogen wird, dabei seinerseits die Blicke anderer Reisender auf sich spürt. Den Durcheinander beim Einsteigen der Gäste kennt er schon. Amüsiert beobachtet er wie acht literarische Ohren versuchen sich im Kreis zu gruppieren. Mit einer Linie fangen sie an. Acht Ohren wie Hühner auf der Stange. Der Gedanke amüsiert ihn, was zu einem Ruckeln hin und her führt. D und F brummen unwillig. Jetzt werden andere Gäste verschoben wie Figuren auf einem Schachbrett. Läufer schlägt Springer. Turm schlägt Bauer. Gepolter. Gast 8B ist über den Rucksack der Königin gestolpert. Ein Pfiff ertönt. E macht sich bereit, schließt die Türen, nimmt die windschlüpfrige Form an. Ein sanftes Ziehen von D, E setzt sich in Bewegung, F blockiert ein wenig. 8B gerät erneut ins Wanken. K wird aus dem Schlaf gerissen. Sie war die ganze Nacht unterwegs und fuhr völlig übermüdet schon at Liverpool-Street-Station in die falsche Richtung. E's Atem geht schneller beim Eindringen in die Landschaft, dann gleichmäßiger. Er hat einen Moment Zeit den Gesprächen seiner Ladung zu lauschen: 'Wo fahren Sie hin?' 'Die Fahrkarten bitte.' 'Wie schön wir das Wetter angetroffen haben.''Ich bin beruflich unterwegs.' 'Die Fahrkarten bitte.' 'Einmal kontrollieren sollte reichen.' Immer wieder das Selbe. Was machen denn die Hühner? Sie haben inzwischen die Quadratur des Kreises geschafft, wenn auch durch den Gang getrennt. Einer liest merkwürdige Texte. Blickkontakte. Mundwinkel verziehen sich, der Schwerkraft folgend. Unterdrücktes Kopfschütteln gibt der Luft ein schweigsames Pulsieren. 'Wo ist der Sinn?' 'Da fehlt die Logik.' 'Die Dinge müssen erst atmen, dann können sie kreisen.' Und: 'Weg mit dem Teufel!' Das Kichern E's mischt sich mit dem Rattern der Räder. Schließlich weiß er, daß erst die Räder kreisen müssen, bevor er zum Atmen kommt. Er speichert alle Gespräche im Hohlraum oberhalb der Deckenverkleidung und freut sich auf den Gedankenaustausch mit Eurostar im Depot. | ||||||||||||||
| In Erwartung | ||||||||||||||
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Reihe 1: Calvados im Eichenfaß - 12 Jahre gereift Reihe 4: Cool Water from Davidoff Reihe 5: Rothändle ohne Filter Reihe 8: Angstschweiß trotz Deoroller Reihe 12: Lammkotelett mit Knobidip Reihe 14: Pampers - gebraucht Reihe 15: Financial Times - vergessen Reihe 17: Sicherheitsgurt - auf der Flucht Reihe 21: Nächtliche Stille geht suchend umher | ||||||||||||||
| WanderOhr | ||||||||||||||
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Alle Ohren sind gleich. Du sollst keine anderen Ohren nebenan haben. Ein freies Ohr im zehnten Stock mit Meeresblick. Ohrenschäden müssen sofort reklamiert werden. Der Schornsteinfeger schleicht von Ohr zu Ohr. Die Kosten der Ohrerneuerung trägt der Mieter. Kein Ohr atmet wie das andere. In seltenen Fällen kommt es zum Ohrausfall. Ein Ohr im Bauch verursacht Unbehagen. Im Ohrfall bremst das Zweitohr. In einem gesunden Körper wacht ein gesundes Ohr. Der Tinitus, der Tinitus, das ist ein übler Literatenwicht. Ziehen die Ohren nach Süden ist der Herbst gekommen. Ohrlos verbringt der Torso den Winter. Nach dem zweiten Ohrgang folgt das Dampfbad. Fußohren haben grundsätzlich Vorfahrt. Betreten der Ohren nur in Begleitung Erwachsener. Auch Zwergohren müssen an der Leine geführt werden. Zuviele Ohren verderben den Kopf. Die geöffnete Packung hält die Ohren nur begrenzt. Nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums tritt ein Ohrverlust ein. Wechselohren müssen sofort nachgezählt werden. Gegen Ohrmangel hilft eine Mangelsicherung. Die Rückkehr der Ohren beendet die Reise. | ||||||||||||||
| Problem-Los | ||||||||||||||
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| Menu | ||||||||||||||
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| Schreiben in der Werkstatt | ||||||||||||||
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Guten Tag, ist das hier die Schreibwerkstatt? Ich bin Schriftsteller. Mein Stellwerk ist kaputt. Ich habe die Kontrolle verloren. Buchstaben, bestimmt nach oben, finden sich plötzlich unten ein. Aber nicht alle, eher zufällig. Andere wollten nach vorne, da war _ein Platz. Jetzt purzeln sie sich übereinander, sind nur noch für Suppe zu ge_rauchen. Manchmal bleiben auch ganze Worte weg; das ist neu. Das war vorgestern noch nicht, oder war es nachgestern, das wäre ja _eute. _önnen _ie sad ___rieren?
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Kennwort: www.mein-fahrstuhl-hat-keine-augen.de | ||||||||||||||
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Augen im Fahrstuhl? Das ist aber eine merkwürdige Bezeichnung. Ich käme nicht auf die Idee ihn Fahrstuhl zu nennen. Obwohl..., fahren kann er. Aber nicht von selbst. Eher schon Rollstuhl. Aber ich bin gesund (wirklich .......?), jedenfalls ist er kein Hilfsmittel für meine Krankheiten. Nun sitze ich also hier vor meinem Rollstuhl, äh.... Fahrstuhl und denke nach. Augen im Fahrstuhl? Glaube es, oder glaube es nicht: ich nehme ihn jetzt auseinander. Zuerst entferne ich die Rollen. Keine Augen! Es ist nicht schwer ihn weiter zu zerlegen. Schließlich ist er auch in Teilen geliefert worden. Schon damals waren keine Augen drin. aber, man weiß ja nie. Auch Hühneraugen kommen erst später. Unter der Sitzfläche. Keine Augen!. Was die wohl sehen würden? Jedenfalls würden sie's nicht lange aushalten. Kann ich verstehen. Warum nicht auch mal über Nasen im Fahrstuhl reden? Bei der Gasdruckfeder. Keine Augen! Wäre auch zwecklos, kein vernünftiges Auge würde sich im Dunkeln ansiedeln. Obwohl..., vernünftige Augen sind nicht verlangt. Ich glaube, da stimmt was nicht mit der Aufgaben-Stellung. Von mir verlangt man immer nachzudenken, bevor ich etwas absondere. Wieso eigentlich nach-denken? Nachher denken kann jeder, auch die vom Literatenohr, hier wäre eher vor-denken gefragt. Dann wäre sowas nicht passiert. Ich hoffe ihr könnt wenigsten zu-hören! Prosa oder Lyrik. Oh..., warum nicht mal Lyrik versuchen? Sehenden Auges rast mein Fahrstuhl durchs Internet www.busyeyes.de Was war das? ... www.literatenohr.de... Die Steuermaus aus dem Mausverkauf leitet die Vollbremsung ein. Er schaut sich neugierig um und beschließt die Teilnahme am Literaturwettbewerb. Ich bin erleichtert und lasse ihn gewähren. Schließlich versteht er um was es geht.
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