Kurzgeschichten zum Thema SCHIFFS-WRACK
12.
Literaturwettbewerb von Literatenohr e.V.
enthalten.
Wir werden dies von den Preistraegern spaeter
gesondert anfordern.
an dem es von alten Schiffswracks und Geschichten
nur so wimmelt!
Weitere Preise: Buchpreise und
Probemitgliedschaften bei Literatenohr e.V.
Anregungen:
Meer:
Das Meer wird vom Dilemma der Gegensaetze beherrscht. Es ist gleichzeitig
Ursprung und Grab, Gebaermutter der Welt und ihr Purgatorium. Oberhalb der
Oberflaeche herrscht grenzenlose Vertikalitaet und Horizontalitaet. Dagegen
eroeffnet sich unterhalb der beweglichen Meeresoberflaeche ein Reich des
Unbekannten, der Tiefe, deren Ausmass unbekannt ist. Den Grund kann man nur
ahnen, die Beleuchtung ist verschwommen, die Meeresbewohner haben keinen festen
Ort. Wer sich entschliesst dort unten zulange zu verweilen, muss fuer immer
bleiben.
Schiff:
Ein Schiff ist wie ein Haus ohne festen Boden. Es birgt in sich: ihre
Architektur und Ladung, ihre Besatzung, Fahrgaeste mit all ihrem Wissen und
Erinnerungen. Es beinhaltet ebenfalls geographische Schichten – naemlich die
Landkarte, die das Schiff ins Meer geschrieben hat – Spuren, die von der See
geschluckt wurden.
Wrack:
Ein Schiffswrack kann als Zeitkapsel gesehen werden. Ein einzigartiges Bild
von Leben und Ereignissen eines tragisches Moments der Vergangenheit wird festgehalten/ konserviert. Wasser zerstoert
naemlich nicht nur, sondern haelt auch frisch. Ein Augenblick wird kuenstlich
zum Ewigen fixiert. Unsichtbare und sichtbare Dinge, die der Zufall der
Schiffsreise zusammengefuehrt hat, pferchen im zeitstillen Wrack zusammen.
Schichten der gegenwaertigen, vergangenen und zukuenftigen Geschichte. Die
Buehne des Meeres addiert, substrahiert, vermischt und aendert die Geschichten.
Fauna und Flora gesellen sich zu toten Koerpern und vor sich hinrottenden
Objekten.
Und spaeter die Pluenderer, die Landbewohner, die Retter, die Nachwelt?